Landwirtschaftliches Anwesen in Brokeloh steht in Flammen 29. Dezember 2013 AktiveEinsatz

Ein Großaufgebot an Feuerwehrkräften wurde am Sonntagabend gegen 20:30 Uhr alarmiert. Auf einem landwirtschaftlichen Gehöft in Brokeloh war aus noch ungeklärter Ursache ein Feuer im Bereich des ehemaligen Kuhstalles ausgebrochen. Der Brand weitete sich rasend schnell aus. In kürzester Zeit standen auch angrenzende Scheunen und Wirtschaftsgebäude im Vollbrand. Die Bewohner des Hauses blieben zum Glück unverletzt. Außerdem waren in den Stallgebäuden keine Tiere mehr untergebracht.

Das zunächst als Mittelbrand eingruppierte Feuer wurde schon nach einer halben Stunde zum Großbrand eingestuft. Schon nach kurzer Zeit war für die Einsatzleitung klar, dass die Stall- und Wirtschaftsgebäude nicht zu retten waren. Das vordringlichste Ziel der Feuerwehren bestand somit darin, das unmittelbar angrenzende Wohnhaus vor einem Übergriff der Flammen zu bewahren, was auch gelang. Als schwierig stellte sich die Löschwasserversorgung heraus.

Aus drei Bohrbrunnen und drei Unterflurhydranten wurde Wasser entnommen. Zu den Bohrbrunnen waren jedoch recht lange Wegstrecken von bis zu 500 Metern zurück zu legen. Da diese Löschwassermengen zur Brandbekämpfung allein nicht ausreichten, wurde zudem eine Leitung zum rund 2 Kilometer entfernten Heye-See gelegt. Damit stand dann ausreichend Löschwasser für die Feuerwehren zur Verfügung. Zum Einsatzort ausgerückt waren insgesamt rund 200 Einsatzkräfte der Feuerwehren Brokeloh, Landesbergen, Leeseringen, Husum, Leese, Bolsehle, Groß-Varlingen, Schessinghausen, Stolzenau, Nendorf, Anemolter, Holzhausen, Nienburg, Steimbke und Buchhorst-Behlingen-Mehlbergen.

Von diesen Einsatzkräften waren allein 30 Trupps, mithin 60 Feuerwehrmänner und –frauen unter Atemschutzgerät im Einsatz. Ohne diese persönliche Schutzausrüstung ist eine Brandbekämpfung heutzutage undenkbar. Denn nur unter Atemschutz ist es den Einsatzkräften möglich, sich ohne gesundheitliche Einschränkungen nah genug an den Brandherd zu begeben, um gezielt und effizient einen Löschangriff vornehmen zu können. Hinzu kommen die Drehleiterfahrzeuge aus Nienburg und Liebenau, der Gerätewagen-Logistik aus Münchehagen, die Einsatzleitungen Ort (ELO) aus Stolzenau und Landesbergen, die Technische Einsatzleitung (TEL) aus Nienburg, der Verpflegungstrupp aus Wietzen und natürlich die Einsatzkräfte der Polizei und der Rettungsdienste der Johanniter-Unfallhilfe und des ASB Nienburg. Allein dieses Aufgebot verdeutlicht, welches Potenzial an Hilfskräften für einen solchen Großbrand nötig ist.

Die Hauptlöscharbeiten zogen sich noch bis 2:30 Uhr hin. Die Ortsfeuerwehr Brokeloh blieb aber auch nach Abrücken der übrigen Wehren für Nachlöscharbeiten und zur Brandwache vor Ort. Über die Schadenhöhe konnten während der Dauer der Löscharbeiten noch keine Angaben gemacht werden.
Obwohl ein solcher Großbrand immer mit Sachschäden in erheblicher Höhe einher geht und von den Einsatzkräften enormes geleistet wird, gibt es am Rande des Geschehens meist auch positive Kleinigkeiten zu bemerken. So konnte durch das Umsichtige Verhalten der Rettungskräfte der Schlepper des Betriebes vor den Flammen gerettet und ein in der Nähe gelegener tiefer angesiedelter Pferdestall vor der Überschwemmung durch die Löschwasserfluten gesichert werden.

Text und Fotos: Annika Klepper

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