„Das ist kein Wünsch-dir-was-Gebäude“! 20. Oktober 2012 AllgemeinFeuerwehrhaus

Husum soll ein neues Feuerwehrhaus bekommen. Kosten: rund 846 000 Euro. Dafür hat sich der Feuerwehrausschuss der Samtgemeinde Mittelweser in seiner jüngsten Sitzung ausgesprochen. Das neue Haus soll drei Stellplätze erhalten, außerdem eine Werkstatt, ein Lager für die Jugendfeuerwehr, außerdem Umkleideräume, ein Büro für den Brandmeister und eine Kleiderkammer.

Im Obergeschoss ist ein 75 Quadratmeter großer Schulungsraum vorgesehen. Der Neubau soll an der- Straße „Zum Horstberg“ (Kreisstraße 62) nähe des Friedhofs gebaut werden, da die Feuerwehr von dort aus am besten ausrücken kann. Der genaue Standort steht aber noch nicht fest. Der von Hans-Hermann Steinmann (CDU) geleitete Ausschuss tagte im Aufenthaltsraum der Feuerwehr Husum. Der platzte fast aus allen Nähten.
„An der Enge des Raumes sieht man schon, wie notwendig der Neubau ist“, bemerkte Steinmann zu Beginn der Sitzung. Zunächst hatte die Samtgemeinde Mittelweser gehofft, einen Landeszuschuss für ein Gemeindezentrum, in dem die Feuerwehr integriert ist, zu bekommen, doch das Land lehnte dies ab. Der erste Entwurf sollte rund 950 000 Euro kosten. Daraufhin wurde die Planung abgespeckt. „Der Grundriss wurde optimiert. Es wird ein relativ einfaches Haus“, erklärte Planer Guido Tiemeier.

Samtgemeindebürgermeister Bernd Müller: „Das wird kein Wünsch-dir-was-Gebäude. Es ist den Bedürfnissen entsprechend.“ Husums Bürgermeister Friedel Fischer (CDU) sprach von einer „konstruktiven Zusammenarbeit zwischen Architekten und Feuerwehr.“ Das Gebäude werde der Stützpunktfeuerwehr Husum gerecht. „Wir haben mehrere Jugendwehren hier, die müssen beschult werden.“ Zu den Kosten sagte er: Ein großer Teil an Eigenleistungen der Feuerwehr könne einfließen.

Vorsitzender Steinmann schwärmte: „Das spricht erst einmal an. Es ist sehr funktional. Früher haben wir in Stolzenau viele Erker und viele Winkel gebaut. Das hier ist ein wesentlicher Fortschritt.“ Architekt Tiemeier sagte, der Bau sei gut erweiterbar. Wie gespart wird, machte er am Beispiel des Treppenhauses deutlich: Es ist aus Glas, aber schlicht und unbeheizt. 45 Aktive hat die Feuerwehr Husum.
„Das jetzige Feuerwehrhaus ist mehr als beengt“, stellte Vorsitzender Steinmann fest. „Wo soll die Samtgemeinde Mittelweser 846 000 Euro für den Feuerwehrbau herbekommen?, gab Heinz-Dieter Meinzen (SPD) zu bedenken. Hinzu kämen weitere 30 000 Euro für die Ausstattung. Planer Tiemeier machte deutlich: „Das ist nichts Luxuriöses.“ Was denn aus dem alten Feuerwehrhaus werde?, wollte Erfried Czaia (Grüne) wissen.
„Es besteht zwingend Bedarf dafür“, antwortete Friedel Fischer, ohne Details zu nennen. Angedacht ist, das Haus als Jugendtreff zu nutzen. Außerdem soll die Fahrzeughalle vom Kindergarten, der unmittelbar angrenzt, als Turnraum genutzt werden. Jetzt sollen erst einmal die genauen Kosten für den Neubau ermittelt werden.

Pressespiegel vom 20.10.2012, Die Harke

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