Großbrand in Landesberger Schaustellerbetrieb 20. Juni 2011 AktiveEinsatz

Die Feuerwehren der Samtgemeinde Landesbergen mussten den 3. Nachteinsatz in den letzten 6 Tagen ableisten. Nach einem PKW Brand in Husum und dem Feuer in der Leeseringer Recyclinganlage kam es nun zu einem Großbrand in Landesbergen. Am Montagmorgen um 3.41 h stand das Gebäude eines Schaustellerbetriebes in der Bahnhofstraße in Vollbrand. Beim Eintreffen der Landesberger Wehrleute schlugen die Flammen schon aus dem Dach des Gebäudes. Die riesige Rauchsäule war von Leese aus zu sehen. Das massive Stahltor musste erst aufgebrochen werden, um an den Brandherd zu gelangen. Ortsbrandmeister Wolfgang Schöning forderte sofort Löschhilfe an.

Die Wehren Leese, Husum, Brokeloh, Schessinghausen, Leeseringen, Estorf und Nienburg mit der Drehleiter trafen kurze Zeit später ein. Ca 100 Feuerwehrleute nahmen die Brandbekämpfung von allen Seiten des Gebäudes auf. Die Kreisstraße nach Brokeloh musste für mehrere Stunden voll gesperrt werden. Der beginnende Berufsverkehr kam zum Erliegen.

Das große Gebäude war nicht mehr zu retten. Die Autoscooteranlage, ein Sattelschlepper, die Werkstatt und viele Schaustellerausrüstungen brannten vollständig aus. Gasflaschen und Reifen explodierten und gefährdeten die Wehrleute durch Splitter und Druckwellen. 2 Feuerwehren benässten wegen des enormen Funkenfluges die Dächer der angrenzenden Wohnhäuser. Von der Drehleiter aus wurde mit 2 Strahlrohren ein Löschangriff durch das abgebrannte Dach vorgenommen. Die meisten Löschtrupps konnte wegen des beißenden Rauches nur mit schwerem Atemschutz vorgehen.

3 Rettungswagen der SEG des Roten Kreuzes Landesbergen übernahmen die medizinische Absicherung der Einsatzkräfte. Es dauerte 1 Stunde bis das Feuer unter Kontrolle war. Da Öl und andere Schadstoffe ausliefen, wurden die Gullyeinläufe abgedichtet. Die Fa. Fischer aus Nienburg wurde beauftragt, ca 20 Kubikmeter kontaminiertes Wasser aufzunehmen und zu entsorgen. Noch 3 Stunden nach Feuerausbruch wurden Brandnester entdeckt und die Polizei musste die schon beschlagnahmte Brandstelle wieder für die Feuerwehr freigeben. Da die enorme Qualmwolke noch in den angrenzenden Straßen lag, wurde der ABC-Zug zur Umluftmessung alarmiert. Der Landkreis Nienburg schickte seinen Umweltbeauftragten.

Der Gebäude- und Sachschaden kann noch nicht genau beziffert werden, liegt aber sicher im Bereich weit über einer Million. Verletzt wurde zum Glück niemand. Die Eigentümer waren nicht vor Ort. Die Bewohner der Nachbarhäuser machten sich wegen der großen Hitze- und Funkenflugbelastung große Sorgen. Aber die aufgebauten Wasserwände schützten sie effektiv. Kreisbrandmeister Bernd Fischer und Gemeindebrandmeister Wolfgang Flamme, die den Einsatz begleitete, war mit der Leistung der Wehrleute sehr zufrieden. Die von Samtgemeindebürgermeister Walter Busse gebrachten Brötchen und Getränke wurden freudig begrüßt. Die Feuerwehr Landesbergen hatte noch den ganzen Vormittag mit der Sicherung der Brandstelle zu tun.

Text- und Fotoverweis: R. Bittner

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