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Großbrand in Landesberger Schaustellerbetrieb
3. Nachteinsatz in den letzten 6 Tagen ...
Die Feuerwehren der Samtgemeinde
Landesbergen mussten den 3. Nachteinsatz in den letzten 6 Tagen ableisten. Nach
einem PKW Brand in Husum und dem Feuer in der Leeseringer Recyclinganlage
kam es nun zu einem Großbrand in Landesbergen. Am Montagmorgen um 3.41 h stand
das Gebäude eines Schaustellerbetriebes in der Bahnhofstraße in Vollbrand. Beim
Eintreffen der Landesberger Wehrleute schlugen die Flammen schon aus dem Dach
des Gebäudes. Die riesige Rauchsäule war von Leese aus zu sehen. Das massive
Stahltor musste erst aufgebrochen werden, um an den Brandherd zu gelangen.
Ortsbrandmeister Wolfgang Schöning forderte sofort Löschhilfe an. Die Wehren
Leese, Husum, Brokeloh, Schessinghausen, Leeseringen, Estorf und Nienburg mit
der Drehleiter trafen kurze Zeit später ein. Ca 100 Feuerwehrleute nahmen die
Brandbekämpfung von allen Seiten des Gebäudes auf. Die Kreisstraße nach Brokeloh
musste für mehrere Stunden voll gesperrt werden. Der beginnende Berufsverkehr
kam zum Erliegen.
Das große Gebäude war nicht mehr zu retten. Die
Autoscooteranlage, ein Sattelschlepper, die Werkstatt und viele
Schaustellerausrüstungen brannten vollständig aus. Gasflaschen und Reifen
explodierten und gefährdeten die Wehrleute durch Splitter und Druckwellen.
2 Feuerwehren benässten wegen des enormen Funkenfluges die Dächer der
angrenzenden Wohnhäuser. Von der Drehleiter aus wurde mit 2 Strahlrohren ein
Löschangriff durch das abgebrannte Dach vorgenommen. Die meisten Löschtrupps
konnte wegen des beißenden Rauches nur mit schwerem Atemschutz vorgehen. 3
Rettungswagen der SEG des Roten Kreuzes Landesbergen übernahmen die medizinische
Absicherung der Einsatzkräfte. Es dauerte 1 Stunde bis das Feuer unter Kontrolle
war. Da Öl und andere Schadstoffe ausliefen, wurden die Gullyeinläufe
abgedichtet. Die Fa. Fischer aus Nienburg wurde beauftragt, ca 20 Kubikmeter
kontaminiertes Wasser aufzunehmen und zu entsorgen. Noch 3 Stunden nach
Feuerausbruch wurden Brandnester entdeckt und die Polizei musste die schon
beschlagnahmte Brandstelle wieder für die Feuerwehr freigeben. Da die enorme
Qualmwolke noch in den angrenzenden Straßen lag, wurde der ABC-Zug zur
Umluftmessung alarmiert. Der Landkreis Nienburg schickte seinen
Umweltbeauftragten.
Der Gebäude- und Sachschaden kann noch nicht genau
beziffert werden, liegt aber sicher im Bereich weit über einer Million.
Verletzt wurde zum Glück niemand. Die Eigentümer waren nicht vor Ort. Die
Bewohner der Nachbarhäuser machten sich wegen der großen Hitze- und
Funkenflugbelastung große Sorgen. Aber die aufgebauten Wasserwände schützten sie
effektiv. Kreisbrandmeister Bernd Fischer und Gemeindebrandmeister Wolfgang
Flamme, die den Einsatz begleitete, war mit der Leistung der Wehrleute sehr
zufrieden. Die von Samtgemeindebürgermeister Walter Busse gebrachten Brötchen
und Getränke wurden freudig begrüßt. Die Feuerwehr Landesbergen hatte noch den
ganzen Vormittag mit der Sicherung der Brandstelle zu tun.
Text- & Fotoverweis -> R.Bittner